Pastor:innen in Lübeck

Mach Dir ein Bild zu den Namen. Vielleicht weißt Du schon mit welcher:m Pastor:in Du bei Deinem Segensfest zu tun bekommst und bist neugierig auf mehr Infos? Vielleicht möchtest du auch auf eine:n von uns gezielt zugehen?

Hier kommen in grob alphabetischer Reihenfolge die Pastor:innen zu Wort, die in der Stadt Lübeck in Verbundenheit mit Deiner Servicestelle segensreich. segnend unterwegs sind.

Nimm für Fragen jeder Art gerne Kontakt zu segensreich. auf. In jedem Porträt findest du auch die direkte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme.


Kai Feller

Ein Mann Anfang 40, Kai Feller - Copyright: Oliver Pries
Pastor Kai Feller

Ich bin Pastor für Ökumenische Beziehungen im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg.

Ich bin gern auf Reisen und in der Natur.

Segen ist für mich individuelle Freiheit bei kollektivem Zusammenhalt.

Ich brauche Gott, weil Gott mich über alles liebt.


Ein beleuchtetes Riesenrad, der Schriftzug: Segen ist wie den Himmel zu fühlen weil er dich fliegen lässt - Copyright: Inga Meißner
Segen ist wie den Himmel zu fühlen

Martin Klatt

Ein Mann Ende 50 im Lübecker Ornat, Martin Klatt - Copyright: Lutz Roeßler- Domgemeinde Lübeck
Pastor Martin Klatt

Segen ist für mich der ganz persönliche Zuspruch: Gott hat mit deinem/mit eurem Leben zu tun.

Ich gebe etwas weiter, was ich nicht habe, worüber ich nicht verfüge: Segen – Gottes Geleit und Kraft zu allem Guten.

Segen ist immer noch und immer wieder ein großes Geheimnis.

Ich brauche Gott, weil… Falsche Frage: Gott ist da, bevor ich darüber nachdenke, ob ich ihn brauche. Vielmehr staune ich darüber, dass er ausgerechnet mich brauchen kann und will.

Ich bin Pastor am Dom in Lübeck – und kann mir keinen schöneren Ort vorstellen als diesen: ein weiter Raum, lichtdurchflutet, mit dem Altar in der Mitte, um den sich die Menschen versammeln – und sich also sehen.

Ich liebe es mir vorzustellen, wie viele Menschen vor uns da waren – mit ihrer Freude, ihrem Glück, ihren Fragen und ihren Tränen. Und nun wir. All das füllt den Raum und macht ihn lebendig.

Wenn ich in Richtung Westen schaue, sehe ich das große bunte Fenster – Sinnbild für das Leben in seiner Buntheit und Vielfältigkeit. Wenn ich den Blick wende, schaue ich auf das Triumphkreuz, das mich erinnert: Schmerz und Leid, Risse und Wunden sind ein Teil des menschlichen Lebens – und Gott hat mit dem ganzen Leben zu tun.

  • Das sind die kostbaren, oft uralten Worte, die so viele Menschen vor mir gesprochen, gehört, mit denen sie gesegnet worden sind.

    Und die Berührungen. Segen ist auch etwas Leibliches. Ich glaube: Gott will uns anrühren mit seiner Kraft – Seele und Leib.

  • In Gesprächen mit Menschen, die sich segnen lassen wollen, frage ich gerne nach ihrer Geschichte. Nach dem Weg, den sie gegangen sind bis hierher. Nach ihren Fragen. Nach Hoffnungen und Wünschen, nach Befürchtungen und Ängsten im Blick auf das Kommende.

  • Es gibt auch für mich die ganz besonderen Momente, an die ich mich bis heute erinnere: meine Konfirmation, kirchliche Trauung, Ordination als Pastor, der Segen in dem Gottesdienst, in dem ich Pastor der Domgemeinde wurde.

    Und dann: als ich meine beiden Töchter konfirmiert und später bei ihrer kirchlichen Trauung gesegnet habe – weil ich mich gefreut habe, dass sie das wollten.

     

  • Segen ist immer etwas „Berührendes“. Jedes Mal. Ob ich segne und ob ich gesegnet werde – es geschieht etwas, das ich nicht mache. Deshalb muss ich nicht nachschauen, ob da eine Gänsehaut ist oder nicht. Ich muss auch nicht werten, wo war mehr oder weniger. Was da ist, ist immer genug.

  • Ich liebe die Choräle des Gesangbuchs, weil so viel Leben in ihnen ist und so viele Menschen sie vor uns gesungen haben. Obwohl sie so alt sind, nutzen sie sich nicht ab.

    Und „The Book of Love“, gesungen von Peter Gabriel, ist einfach himmlisch.

  • Ich spreche mit den Menschen jedes Mal über die Gestaltung des Gottesdienstes, den wir zusammen feiern. Die Wünsche versuche ich zu verstehen, und den Hintersinn von Ritualen gemeinsam zu erschließen. Mit Inszenierungen, die die heutige Lebenswirklichkeit überhaupt nicht abbilden und überholte Rollenzuschreibungen weiterschreiben, tue ich mich schwer, aber oftmals verbinden die Menschen ganz anderes damit.

    Eine Grenze gibt es da, wo ein Ritual Menschen schlicht überfordert: wenn Eltern ihr Kind taufen wollen, oder ein fünfjähriger Junge seine Mutter in die Kirche führt, wo ihr neuer Mann auf sie wartet.

  • klatt@domzuluebeck.de;

    0451-797654


Nicola Nehmzow

Ich bin Pastorin an St. Aegidien. In dieser Kirche verbinde ich mich mit den Menschen, die hier seit rund 800 Jahren nach Gott suchen, die fragen, zweifeln, danken, klagen. Hier Gottesdienst zu feiern, Musik zu hören, auf die Stille zu hören, geben mir Kraft.

Und dann bin ich gerne draußen, mag Lübeck und seine Umgebung ebenso wie die Berge.

 

Eine Frau Anfang 50, die Lübecker Ornat trägt, Nicola Nehmzow - Copyright: Nicola Nehmzow privat
Pastorin Nicola Nehmzow

Segen ist für mich Berührung und Berührt werden. Es ist die sinnlich- leibhaftige Erfahrung:

Gott ist da. Hier. Jetzt. Für mich.

Ich brauche Gott, weil Gott mir Zuflucht und Halt, Richtschnur und Auftrag ist.


Constanze Oldendorf

Ich bin seit 2009 Pastorin an der Lutherkirche in der Kirchengemeinde Luther-Melanchthon im Stadtteil St. Lorenz-Süd in Lübeck. In unserer Kirchengemeinde arbeiten wir in einem kreativen Team zusammen und leben eine „Mehrgenerationenkirche“. Das heißt, dass wir alle Generationen im Blick behalten. Und uns freuen, wenn sie zusammenkommen und in unserer hellen und warmen Kirche gemeinsam feiern. 

So kommen wir hier zu fröhlichen und traurigen Anlässen zusammen und gestalten Kirche mit haupt- und ehrenamtlichen Menschen. Auch in unseren Gottesdiensten freuen wir uns, wenn viele beteiligt sind und ihre Ideen einbringen. Und das gilt auch und besonders für die Segensgottesdienste. Bei Taufen, Konfirmationen oder Trauungen, zum Beginn der Schulzeit, zum Abschied eines Lebensabschnittes oder am Ende des Lebens.

 

  • Segensrituale sind nie eine Einbahnstraße. Sie leben von einem Ich und einem Du und von einer geheimnisvollen Kraft, die vom Himmel dazukommt. Segensrituale sind immer geprägt von einem sehr persönlichen Moment und einem Wissen voneinander. Darum ist es auch schön und wichtig, sich Zeit zu nehmen: Fürs Kennenlernen und für Gespräche, damit wir verstehen, worauf es ankommt. Dadurch wird es immer unverwechselbar und einzigartig. Keine Taufe gleicht einer anderen.  Auch eine Trauung ist immer persönlich und geprägt von den Gedanken und der Liebe, die das Brautpaar mitbringt. Die Geschichte eines Ehepaares, das 60 Jahre miteinander verheiratet ist und sich zur Diamantenen Hochzeit segnen lässt, ist einmalig. Um den Segen auf diesem einmaligen Weg geht es. Es ist wunderbar, als Pastorin eine verlässliche Begleiterin zu sein, ein Teil in diesem Miteinander. Und es ist wunderbar, in diesem Moment zu spüren, dass wir uns das Segnen nicht selbst ausdenken müssen, sondern getragen sind durch das, was immer schon da ist: Segen.

  • nach den persönlichen Geschichten. Dabei kommt es nicht darauf an, dass alles „super“ ist. Das ist es ja im Leben nie, sonst würden wir ja auch nicht nach einem Segen fragen. Ich finde es einfach schön, in den Gesprächen einander kennenzulernen, zusammen zu lachen, auch zusammen gerührt zu sein und zu teilen, was wichtig ist. Solche Gespräche sind persönlich und darum auch vertraulich. Gute Gespräche sind auch schon ein echter Segen.

  • Ich möchte mich gar nicht auf ein Lied festlegen. Es gibt sooo viel gute Musik. 

    Was meine Erfahrung aber sagt: Echte Musik ist mir lieber als Musik aus der Konserve. Sie kann auch schön sein und vielleicht etwas „perfekter“. Aber mich bewegt live gesungene Musik sofort. Und sie muss nicht perfekt sein. Eine Patin, die singt, ist ein echtes Geschenk. Ein Freundeskreis, der sich traut, ein Hochzeitschor zu sein, ist sehr lebendig. Kinder, die für Eltern singen, bewegen die Gäste bis in die letzte Bankreihe. Ich habe schon vieles erlebt, was mich sehr berührt hat.

  • Ich habe es sehr selten erlebt, dass es Wünsche gab, die ich schwierig fand. In einem guten Gespräch klärt sich, was in den Moment des Segens passt. Und dazu bringen die Menschen ihre persönliche Art mit ein in die Gestaltung und dürfen es auch! Hauptsache ist es ja, dass sich alle wohl fühlen und angenommen wissen. Und dazu gehört manchmal eben auch eine besondere Musik, ein besonderer Text, eine besondere Überraschung. Segensrituale sind nicht beliebig, aber sie dürfen sehr unterschiedliche Gesichter haben.

    Und natürlich sind Segensrituale auch an anderen Orten möglich, die wir gerne begleiten. 

    Obwohl: Die Zusage zu einer Unterwasserhochzeit, die würde ich mir wohl doch zweimal überlegen…; )

  • pastorin@luther-melanchthon.de

    Tel. 0451 88 99 767

Pastorin Constanze Oldendorf am Taufbecken der Lutherkirche - Copyright: Karen Meyer-Rebentisch
Pastorin Constanze Oldendorf

Für diese Art, lebendige Gottesdienste zu feiern, konnte ich mich schon immer begeistern. Gemeinsam zu singen, ob Gospel, Pop, Taizé oder auch mal das Weihnachtsoratorium finde ich wunderbar. Mal mit Gitarre und mal mit Orgel, vieles ist möglich. Alles, was mit Liebe gemacht wird, hat in unserer Lutherkirche Platz. Übrigens habe ich auch selbst in dieser Kirche geheiratet. Sie ist also auch ganz persönlich für mich einer meiner Lieblingsorte.

Segen ist für mich geheimnisvoll und wunderbar. Im Moment, wenn Eltern zum ersten Mal ihr Kind im Arm halten, liegt Segen. Im Moment, wenn zwei sich wieder versöhnen nach langer Zeit, liegt Segen. Im Moment eines Versprechens, eines Bekennens liegt Segen. Im Moment des Losgehens und Abenteuers liegt Segen. Segen ist eine Kraft, die vom Himmel kommt und die wir weitergeben, wenn wir das Beste wünschen: „Schutz und Schirm vor allem Bösen, Stärke und Hilfe zu allem Gutem.“ Wie es in einem alten Segen zur Konfirmation heißt.

Das geht ganz tief ins Herz und verändert uns auch.

Es macht echten Mut. Das spüre ich, wenn ich gesegnet werde und auch, wenn ich segne. 


Michael Schulze

"Ich bin seit 1981 ein begeisterter Nachfolger von Jesus. Mit und für ihn war ich schon an den verrücktesten Orten, habe im Waisenhaus in Lima/Peru ausgeholfen, in Indien in einer Kirche gepredigt, deren Pastor durch die zunehmende Christenverfolgung bedroht fliehen musste und in Polen Urlauber betreut."

Ein Mann Anfang 60, Michael Schulze, trägt Talar, hat die Hände zum Segen erhoben - Copyright: Oliver Seidlitz
Pastor Michael Schulze

Vor allem bin ich aber gerne Gemeindepastor in Deutschland.

Segen ist für mich wie ein Schutzraum, den Gott um mich herum aufbaut. In diesem Schutzraum kann ich bleiben.

Ich brauche Gott, weil ohne ihn nichts bleibt und nichts Gutes wird.


Margrit Wegner

Eine Frau Mitte 40, Margrit Wegner - Copyright: Olaf Malzahn
Pastorin Margrit Wegner

Segen ist für mich wie eine Umarmung von Gott.

Bei einer Umfrage wurden Kinder mal gefragt, was sie in der Kirche erleben. Auf die Frage, warum der Pastor am Ende die Arme hochhebt, antwortete ein Mädchen: „Weil er doch nicht jeden einzeln umarmen kann.“ Das ist für mich die schönste Erklärung für Segen: Gott umarmt alle Menschen. 

Ich brauche Gott, weil…? Nee, andersherum! Ich frage mich immer: Wo braucht mich Gott heute?

Ich bin Pastorin aus Leidenschaft und nach über zehn Jahren immer noch verliebt. Ich liebe nämlich diesen Ort, an dem ich arbeite.

Vor einer gefühlten Ewigkeit, direkt nach dem Studium, war ich zufällig zu einem Konzert im Dom. Dieser helle Raum, diese Weite, so viel Luft zum Atmen – ich kann mit Datum und Uhrzeit angeben, wann ich mich in den Dom verliebt habe. An so einem Ort zu leben und zu arbeiten, das wäre ein Traum, dachte ich damals.

Erst viel später, nach Stationen in Hamburg und Stockholm, bin ich dann in Lübeck und auch am Dom gelandet. Jetzt lebe ich schon ziemlich lange auf der Altstadtinsel, habe den schönsten Arbeitsplatz der Stadt und den spannendsten Beruf der Welt.

  • Das, was sich nicht in Worte fassen lässt. Das, was sich nicht anknipsen lässt. Das, was einfach geschieht. Das, was Menschen im Innersten berührt. Das, was die Tränchen kullern lässt. Das, was passiert, wenn Menschen Gottes Nähe spüren.

  • ...nach den persönlichen Geschichten: Wer seid ihr? Wie seid ihr die geworden, die ihr seid? Wo kommt ihr her? Wo wollt ihr hin? Wovon träumt ihr?

  • In Momenten, in denen ich selbst gesegnet wurde. Bei meiner Ordination im Dom – einen Tag später bin ich nach Schweden umgezogen und ahnte nicht, dass ich einmal in dieser Kirche als Pastorin arbeiten würde. Als ich dann sechs Jahre später als Dompastorin eingeführt wurde, haben mich Freundinnen gesegnet, auf Deutsch und auf Schwedisch. Später dann haben wir selber im Dom geheiratet und Taufe gefeiert, und da war jeder Segen ein ganz großer Zuspruch.

     

  • Eigentlich jedes Mal. Aber ich erinnere besonders einen Segensgottesdienst. Das war einer unserer Abendgottesdienste, und ich hatte ganz viele Menschen einzeln gesegnet, bestimmt zwanzig oder dreißig. Jeder einzelnen Person hatte ich die Hände aufgelegt und ihr einen Segen zugesprochen, in einem großen Kreis rund um den Altar. Das hatte Kraft gekostet, denn Segnen geschieht nicht einfach nur so, da passiert so viel, da gibt man so viel. Am Ende, als ich alle gesegnet hatte, stand plötzlich ein Mann vor mir und legte mir die Hände auf. Er sprach mir spontan einen Segen zu, und das ging wirklich unter die Haut. 

  • „Ich hüll dich golden ein“ – Mir erzählen so viele Eltern mit Tränen in den Augen davon, wie sie das beim Schulanfang ihrer Kinder erlebt haben. Möchte ich auch gern mal ausprobieren!

  • Manchmal muss man schauen, wie die Wünsche von Menschen mit der Realität und mit den Vorgaben, die ein Kirchenraum nun einmal macht, zusammengehen.

    Ein Brautpaar hat sich mal eine Musik zum Einzug gewünscht, die 15 Minuten dauern sollte. Beim Probehören fiel ihnen dann auf, dass das doch ziemlich lang war.

    Ein anderes Paar träumte von Musikern, die während des Einzugs plötzlich von den Sitzen aufspringen und das Lieblingslied des Bräutigams improvisieren. Das hätte ein ganzes Jazz-Orchester gebraucht, und das hat schlicht und einfach den finanziellen Rahmen gesprengt.

  • 0451-30808033  

    wegner@domzuluebeck.de


Barbara Hoffmann-Fette

Eine Frau Mitte 30, die an einem Altar steht, Barbara Hoffmann-Fette - Copyright: Christine Rudolf
Pastorin Barbara Hoffmann-Fette

Ich feiere gerne Gottesdienste im Freien. Zum Beispiel in unserer schönen Moislinger Aue. Hierher komme ich auch zum Spazieren gehen und entspannen. Die alten Eichen im Bruchwald sind für mich Kraftorte und ein Ruhepol. 

Segen ist für mich ein Gruß aus einer anderen Dimension.

Hier kann etwas sichtbar und erfahrbar werden von dem Schutz, der uns unsichtbar umhüllt.

Gott ist der Atem zum Leben, die Quelle, der Ursprung. Ich brauche Gott, weil ich in Gott geborgen bin. Egal was kommt.

Ich bin Pastorin in der Johann-Hinrich-Wichern-Kirchengemeinde in Lübeck-Moisling. Mein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Kindern und Familien. Im Team erfinden wir immer wieder neue Highlights für unsere Freizeiten und Familiensamstage.


Till Karnstädt-Meißner

Ich bin Vertretungspastor. D.h., dass ich auf Zeit in einer Gemeinde arbeite und dann in eine andere wechsle. Diese Arbeit fasziniert mich, weil ich so viele verschiedene Menschen kennenlerne. Ich begleite sie ein Stück in ihrem Leben und dann ziehe ich weiter.

Meine Basis habe ich auf der Altstadtinsel, umgeben von Wasser. Am Wasser kann ich auftanken, ob beim Joggen mit meinem Hund oder beim Stand-Up-Paddeln. Der Puls der Stadt ist dabei ein faszinierender Kontrast. Ruhe und Kraft sind für mich gleichzeitig spürbar.

Ein Mann Anfang 40, Till Karnstädt-Meißner. - Copyright: Inga Meißner
Pastor Till Karnstädt-Meißner

Segen ist für mich zu erleben, dass wir nicht allein sind – selbst wenn wir uns einsam fühlen. Ein liebevoller Blick oder eine Umarmung, ein

„Ich denk an dich“

per WhatsApp; das sind für mich die Segen des Alltags. Durch den rituellen Segen vergewissern wir uns, dass Gott so an uns denkt.

Ich brauche Gott, weil ich fest daran glaube, dass Gott uns Menschen liebt. Und welcher Mensch braucht keine Liebe.


Reinhard v. Kries

Ein Mann Ende 40, mit Talar: Reinhard v. Kries.  - Copyright: Wolfgang Maxwitat
Pastor Reinhard von Kries

Segen ist für mich, wenn ich spüre, dass Gott mich oder andere anspricht und berührt.

Ich brauche Gott, weil er einfach klasse ist.

(Eine ausführliche Antwort würde den Rahmen dieser Website sprengen.)

Ich bin als Pastor in den schönen Ortsteilen Karlshof und Israelsdorf tätig, 

liebe gute Musik und die Bibel, 

mag es locker, zugewandt und „wesentlich“ zugleich


Inga Meißner

Ich liebe Lübeck, Greenday, Papier, kreative Prozesse, Frankreich und meine Familie. 

Ich habe mich mit 18 Taufen lassen, weil ich glaube, dass jeder Mensch wertvoll für Gott und die Welt ist.

Diesen Glauben möchte ich leben und weitergeben. Meine liebsten Biotope dafür sind Segensreich und die Kirchengemeinde St. Marien in Lübeck.

Segen ist für mich wie Eintauchen in ein Schaumbad mit meinem Lieblingsduft „Terre de Lumière“.

 

  • Ich liebe es, an so besonderen Momenten im Leben anderer Menschen teilhaben zu dürfen. 

    Und ich liebe die Vielfalt von Persönlichkeiten und Lebenssituationen mit denen ich dabei zu tun bekomme.

  • Ich frage immer total viel, weil Menschen und ihre Geschichten einfach total faszinierend sind. Ich möchte die Menschen kennen lernen, die mich so wichtige Momente in ihrem Leben begleiten lassen.

    Ich bin super dankbar für die Nähe die beim Erzählen der eigenen Geschichte zwischen den Menschen entsteht. Und oft ist das einfach auch noch lehrreich und inspirierend. Ich wäre nicht die, die ich heute bin ohne die Lebensgeschichten der Menschen, denen ich auf meinem Weg begegnen durfte.

  • Auf jeden Fall bei unserer eigenen Trauung.

    Aber mir fallen noch zwei ganz besondere Segen meines Lebens ein: Der eine war, als ich Schwanger war und eine mütterliche Freundin mir einen – wie sie es nannte – „Bauchi-Segen“ spendete. Der andere war als meine Herzensfreundin Sandra und ich mündliche Prüfungen zum zweiten Examen hatten und wir uns gegenseitig dafür einen „Rockstarsegen“ zugesprochen haben- ich darf verraten: er hat geholfen.

     

  • Das passiert öfter, aber einen ganz besonderen Gänshautmoment werde ich wohl immer erinnern:

    Es war bei einer Trauung. Ich hatte das Paar bei der Beerdigung der Mutter des Bräutigams kennengelernt. Es war für beide eine ganz trubelige Zeit, auch gesundheitlich. Ich habe sie beide in dieser Zeit begleitet und es stand lange nicht fest, ob die Trauung überhaupt wirklich so stattfinden könnte.

    Als wir dann in der Kirche waren und sie beide zum Segen vor mir standen brachen bei uns allen dreien alle Dämme. Wir waren so dankbar für diesen Moment.

    Das war sehr berührend.

  • Ich bin Mitglied beim FC St. Pauli, darum finde ich es immer schön, wenn Familien sich für „You´ll never walk alone“ von Gary and the Pacemakers entscheiden. Und es passt in jede Segens-Lebenslage.

    Bei unserer Trauung habe ich meinem Mann singend versprochen seine „Bridge over troubled water“ (Simon&Garfunkel) zu sein und bei der Trauung einer Freundin habe ich „The Story“ (Brandy Carlile) gesungen. Das war beides sehr schön. Ich freue mich eigentlich immer sehr, wenn die Menschen Lust haben, ihre Segenshandlung kreativ mitzugestalten. So wird es dann zum ganz eigenen besonderen Moment.

  • Ich habe das noch nie gehabt, dass ich sagen musste: „das geht jetzt aber gar nicht“ oder „da mache ich nicht mit“. 

    Wenn ich mal etwas bei der ersten Idee der Familien noch nicht ganz „rund“ fand, dann habe ich immer rausbekommen, welcher Wunsch und welches Bedürfnis hinter der Idee steckten und wir haben dann eigentlich Lösungen gefunden, die alle mindestens so gut fanden, wie die erste Idee.

  • imeissner@kirche-ll.de

    0176 19 79 02 70

eine Frau Anfang 40, Inga Meißner - Copyright: Thorsten Wulff
Pastorin Inga Meißner

Ich weiß nicht, ob ich Gott „brauche“, ich habe die ersten 18 Jahre ja auch ganz gut ohne ihn gelebt und eigentlich nichts vermisst. Aber seit Gott Teil meines Lebens geworden ist, fühle ich mich reicher. Mein Blick auf die Menschen hat sich verändert:

Ich muss niemandem gefallen, weil da jemand größeres ist, der mich immer schon liebt.

Das macht meinen Blick viel freier und hat dazu geführt, dass ich seitdem noch keinem Menschen begegnet bin, an dem ich nicht etwas entdeckt habe, was ich lieben konnte.


Vanessa Poepping

Eine Frau Anfang 30, Vanessa Poepping - Copyright: Ines Langhorst
Pastorin Vanessa Poepping

Für mich ist dieses Leben da, um es mit all seiner Vielfalt intensiv zu leben.

Deswegen komme ich mit Schubladen-Denken eher weniger zurecht. Mir ist es wichtig, dass jeder Mensch von Gott mit all den Facetten unseres Seins angenommen und geliebt ist. In den Höhen und genauso in den Tiefen. Dabei ist es das größte Geschenk anderen Menschen Segen zu schenken und dabei selbst gesegnet zu werden.

Segen ist für mich bedingungslose Annahme Gottes in seiner grenzenlosen Liebe. Ein Zuspruch von unmessbarem Wert, dass da jemand ist, der um mich weiß und mir Hoffnung schenkt. Um all meine lauten und leisen Töne. Segen ist pure Gnade für mich.

Ich brauche Gott, weil ich mich durch Gott in diesem Leben gehalten fühle. Besonders dann, wenn ich ins Stolpern gerate.

Gott ist für mich bedingungslose Liebe. Überall. Mittendrin. Immer.

Ich bin Pastorin im Musikerviertel in Lübeck seit 2018. In jedem Poesiealbum aus meiner Schulzeit steht allerdings, dass ich Lehrerin werden wollte. So kam ich auch über das Lehramtsstudium zum Pfarrberuf. Ich denke es hat mich geprägt, dass in Kindheitstagen immer der Verkündigungs-Engel im Krippenspiel sein durfte.

Ich lache gerne und viel und wünsche mir ein fröhliches und buntes Gemeindeleben in unserer Kirche. Kasualien sind für mich besonders wichtig, da ich gerne mit Menschen in Beziehung gehe. Privat verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freundinnen und Freunden. Bei gemeinsamen Kochabenden, im Café bei einem guten Cappuccino oder einem entspannten TV-Abend.

  • Ich liebe es, wenn es ganz ruhig wird beim Segen. Wenn Menschen die Augen schließen oder mich intensiv anschauen. Dann geht Segen so tief und schenkt mir Hoffnung. Mir fallen da die Segensrituale in den Seniorenpflegeeinrichtungen ein. Ich kann das kaum in Worte fassen, wenn eine alte Hand meine Hand berührt und mich mit Tränen in den Augen anschaut, wenn ich ihr den Segen Gottes zuspreche. 

  • ...was sie für Musik hören. Oder wohin sie schon gereist sind. Ich mag es gerne mit Menschen ins Gespräch zu kommen und dabei neue Blickwinkel auf dieses Leben zu erfahren. Häufig bin ich total begeistert, wie vielfältig die Lebenswege von uns sind. 

  • Immer dann, wenn ich spüre, dass da gerade etwas passiert. Etwas, das ich nicht in Worte fassen kann. Der Segen am Ende eines Lebens, der Loslassen ermöglicht. Aber dann auch der Segen am Anfang eines Lebens, damit deutlich wird: Du bist Gott geliebtes Kind. Von Anfang an. Du musst nichts leisten, denn du bist wunderbar, so wie du bist. Der Segen unserer Tochter an ihrer Taufe war ein unbeschreibliches Gefühl voller Gnade und Demut in mir.

     

  • Jede Segnung ist auf ganz besondere Art und Weise einzigartig. Ich weiß aber noch ganz genau als ich in der Vorwerker Diakonie einen Gottesdienst im Festsaal feierte. Ich war gerade dabei den Segen zu sprechen, da kam einer der Bewohner auf mich zu und segnete mich. Einfach so. Alle lachten und waren fröhlich und ich einfach nur Gesegnete.

  • Musik bedeutet mir unsagbar viel. Ich finde, dass mit Musik all das ausgedrückt werden kann, wo Worte es nicht mehr können. Mein Musikgeschmack ist bunt gemischt. Demnach bin ich für alles offen, ob nun „die Ärzte, Johannes Oerding, Calvin Harris oder Helene Fischer.“

  • Ich denke, dass mit einem gemeinsamen Gespräch Vieles möglich ist, was im ersten Moment vielleicht auf mich erst einmal „abgefahren“ wirkt. 

  • poepping@bodelschwingh-luebeck.de

    0176-71208852   


Luise Stribrny de Estrada

Ich bin Pastorin in der St.Philippusgemeinde im Osten von Lübeck.

Mir gefällt unsere Kirche, die eine ungewöhnliche, geschwungene Form und einen Kirchturm hat, der an einen Zwiebelturm erinnert. Wer sie betritt, taucht in eine besondere Atmosphäre ein. Hier feiern wir schöne und berührende Gottesdienste. Mir gibt das gemeinsame Feiern der Gottesdienste Kraft, besonders das Singen. St.Philippus wurde in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts von Flüchtlingen aus dem Osten gebaut und ist dadurch denen verbunden, die heute nach Deutschland flüchten.

 

  • Ich liebe, dass ich Menschen ganz individuell, jedem und jeder einzelnen, Gottes Segen zuspreche. Dabei geschieht etwas nicht Alltägliches, etwas Herausgehobenes, ein Fest, an das sich der, der gesegnet wurde, noch lange erinnert.

  • „Was ist Ihnen an diesem Ritual wichtig, was verbinden Sie damit?“ Ich möchte auch erfahren, warum sie sich dieses kirchliche Ritual wünschen – es gäbe ja auch Alternativen außerhalb der Kirche. Ich frage: „Haben Sie besondere Wünsche?“

  • Als ich konfirmiert wurde, fühlte ich mich Gott nahe und besonders herausgehoben aus der Menge der anderen Konfirmandinnen und Konfirmanden, von Gott gesehen.

     

  • Schon öfter: Bei Taufen, wenn die Atmosphäre sehr dicht ist und das Wehen des Heiligen Geistes zu spüren war. Bei Konfirmationen, wenn ich am Altar in die Gesichter der Jugendlichen geschaut habe, die ich ein Jahr lang begleitet hatte. Bei Hochzeiten, wenn Braut und Bräutigam sich das Jawort gaben und ich die Verbundenheit zwischen beiden gespürt habe. Bei Beerdigungen, wenn Angehörige etwas über den Verstorbenen gesagt haben oder wenn die Verstorbene lange ein aktives Mitglied der Gemeinde war und wir sie gemeinsam aus unserer Mitte verabschieden konnten.

  • Ich würde das folgende Lied gerne in einem Segensgottesdienst singen!

    „Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz, sei da, sei uns nahe, Gott.“

    Aus dem Englischen, Deutsch von Eugen Eckert

  • Ich bin Ihnen gegenüber, die sich einen Segen wünschen, grundsätzlich offen. Ich möchte vor einem Segensritual zuerst einmal gerne hören, was Sie sich vorstellen. Wenn es etwas geben sollte, was ich mir gar nicht vorstellen kann oder was in die Kirche nicht passt (was selten vorkommt), versuche ich, zusammen herauszuarbeiten, was Ihnen daran wichtig ist. Ich würde dann versuchen, das, was Sie wollen, anders umzusetzen.

  • pastorin.stribrny@gmx.de,

    Tel. 0451/603512

- Copyright: Foto Michelsen
Pastorin Luise Stribrny de Estrada

Was gibt mir Kraft? Meine Familie einschließlich unseres Hundes. Spaziergänge und Wanderungen am Meer oder in den Bergen. Das Lesen eines spannenden Buches. Ein leckeres Essen mit Freunden und Freundinnen. Gemeinsam lachen. Das Singen im Chor zusammen mit netten Menschen.

Segen ist für mich: die Nähe Gottes spüren. Und Kraft bekommen für den weiteren Lebensweg.

Ich brauche Gott, weil ich mit ihm immer reden kann, egal wo ich bin und egal, wie es mir geht. Er hört mich. Ich fühle mich bei ihm behütet und geborgen. Er trägt mich durch mein Leben und wird auch danach da sein.


Du möchtest anfangen mit uns eine Segensfeier zu planen?

In Kontakt treten

Kirche - Deutsch; Deutsch - Kirche

DimissioraleZustimmung Eurer Gemeinde für eine Taufe oder Trauung an einem anderen Ort
FürbitteBittgebet für einen oder mehrere Menschen oder Themen
HeimatgemeindeDie Kirchengemeinde, in der Du getauft wurdest
KasualieEin anlassbezogener Segnungsgottesdienst
KirchenkreisMittlere kirchliche Verwaltungsebene, zwischen Gemeinde und Landeskirche
KollekteSammlung von Geld für einen sozialen oder kirchlichen Zweck
OrdinationGottesdienst, in dem zukünftige Pastor:innen einen Segen für ihren Beruf bekommen
Propst/Pröpstinmittleres pastorales Leitungsamt auf Kirchenkreisebene
TaufeSegensritual zur Aufnahme eines Menschen in die Gemeinschaft des christlichen Glaubens
Tauf-/TrauspruchEin Bibelvers, der im Gottesdienst mit der Segenshandlung verbunden wird.
TrauungHochzeitsritual mit Segen
WohnortgemeindeDie Kirchengemeinde, auf deren Gebiet du wohnst